Steuererklärung - der beste Freund des Menschen mit leerer Geldbörse

Unsere Autorin Karima berichtet, wie sie sich anfangs quälen musste, um sich an ihre Steuererklärung zu setzen und was ihr dabei half, sich für das Thema zu motivieren.

Steuern und ich, das war keine Liebe auf den ersten Blick. Schon im BWL-Studium standen wir zunächst auf Kriegsfuß, da ich es Montag morgens vorzog, mich noch einmal im Bett umzudrehen und mich nach dem Weckerklingeln erneut in Morpheus Arme fallen zu lassen. Ran an die Prüfung für Steuern und Bilanzen musste ich trotzdem eines Tages und konnte mir daher im Eigenstudium auch einen guten ersten Einblick in das Thema verschaffen.

In einer der Vorlesungen, in denen ich mich dann doch mal habe blicken lassen, wurde von unserem Professor erwähnt, dass es möglich ist, ein Studium von der Steuer abzusetzen. Viel konnte ich damit erst einmal nicht anfangen. Das Thema Steuererklärung kam mir jedoch einige Jahre später wieder in den Sinn, als ich in einem Zeitungsartikel mehr über die Materie gelesen habe.

Wie schon kurz erwähnt, fiel aller Anfang schwer, dennoch frischte ich durch verschiedene Artikel im Netz und weiterer Eigenrecherche mein Wissen auf und konnte mich so endlich zu meiner ersten Steuererklärung für mein Studium aufraffen. (Hilfreich war natürlich auch der Blog von www.studentensteuerklärung.de, der mir mit vielen Informationen und Details weitergeholfen hat. :)

Male dir aus, was du mit deiner Steuererstattung machen kannst

Während ich Monat für Monat meine Belege fein säuberlich abgeheftet habe, malte ich mir schon aus, was ich mit der Rückzahlung alles anfangen könnte. Heutzutage ist gefühlt jeder schon einmal in Thailand, Singapur oder Südafrika gewesen - ein Flugticket sollte doch dank der Erstattung drin sein? Dann könnte ich mich vielleicht auch endlich aktiv an diesen spannenden Gesprächen beteiligen, und müsste mich nicht immer nur aufs passive Zuhören beschränken. Oder endlich mal ein paar coole Antiquitäten auf dem Flohmarkt für meine Wohnung ergattern oder einfach mal meiner Familie “Danke” sagen und sie auf ein schönes Essen einladen.

All die Phantasien für die Zukunft gaben mir solch einen Motivationsschub, dass meine Finger anfingen zu kribbeln und es nicht erwarten konnten, sich in meine Tastatur zu hauen, um die Bögen des Finanzamtes auszufüllen. Bei der ersten Steuererklärung tauchten hier und da noch ein einige Fragen auf. Für die nächsten Studienjahre ging dann fast alles wie von selbst. Ich brauchte mich auch gar nicht mehr zu motivieren, denn wer einmal das Konzept der Steuererklärung rund um Werbungskosten und Verlustvortrag verstanden hat, weiß, dass sie der beste Freund des Menschen mit leeren Geldbörsen ist.

Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass ich durch meine Steuererklärung nebenbei allgemein ein besseres Verständnis für die Thematik Besteuerung bekommen habe, welches mir heute in vielen Situation zu Gute kommt. Begriffe wie Sozialabgaben, Abschreibung und Verlustvortrag sind für mich mittlerweile keine Fremdwörter mehr. Mit diesem Wissen konnte ich schon so manchen Ex-Kommilitonen verblüffen - und mir damit ein kostenloses Abendessen sichern.

Beim Thema Steuern ruhig mal egoistisch sein

Meinen Mitbürgern, die sich den Aufwand einer Steuererklärung nicht machen möchten und sich damit Hunderte oder gar Tausende Euro Erstattung durch die Lappen gehen lassen, sei gesagt: Der Staat wird immer Verwendung für zu viel gezahlte Steuern oder nicht zurückgeforderte Ausbildungskosten finden und mit diesen Mitteln vielleicht auch Maßnahmen umsetzen, die eine Bereicherung für unsere Zukunft darstellen.

Dennoch handle ich beim Thema Studienkosten zurückholen und Steuern sparen lieber im eigenen Interesse und verlasse mich hierbei nicht auf den Staat. Dieser wird mir mit Sicherheit nicht meine nächste Traumreise finanzieren und meine Wohnung mit neuen Möbeln aufhübschen. Dafür bin nur ich alleine sowie mein innerer, mittlerweile besiegter Schweinehund verantwortlich.

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