Steuererklärung 2017

Wie jedes Jahr hat sich auch 2017 Einiges im Steuerrecht getan. Um nicht den Überblick zu verlieren, bekommt ihr hier einen Überblick über die wichtigsten Änderungen bei Beträgen und Pauschalen.

Auch in diesem Steuerjahr gibt es zwei Abgabefristen für die Steuererklärung. Bis zum 31. Mai 2018 muss die Steuererklärung für 2017 beim Finanzamt vorliegen. Wer freiwillig eine einreichen will, kann dies noch bis zum 31. Dezember 2018 tun.

Nachweispflicht

  • Belege müssen ab diesem Jahr nicht mehr automatisch der Steuererklärung beigelegt werden. Sollte das Finanzamt jedoch Nachweise benötigen, kann es diese nachträglich einfordern. Rechnungen und Quittungen sollten deshalb unbedingt aufbewahrt werden.
    Bei einer Steuermilderung aufgrund von ungewöhnliche Belastung kann davon ausgegangen werden, dass diese anhand von Belegen geprüft werden. Es bietet sich hier also an, diese direkt mit der Steuererklärung zu verschicken - das spart Zeit und hält den Aufwand gering.

  • Auch ein Handicap muss nicht mehr jedes Jahr aufs Neue beim Finanzamt nachgewiesen werden. Seit 2017 muss nur dann eine Meldung beim Finanzamt erfolgen, wenn sich der Grad der Behinderung verändert hat. Dieser wird dann registriert.

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Freibetrag

  • Das Leben wird immer teurer. Sowohl die Mieten als auch die Lebensunterhaltskosten steigen immer weiter an. Das Steuerrecht passt sich diesen Gegebenheiten an. Deshalb steigt auch dieses Jahr der Grundfreibetrag. Dieser soll das Existenzminimum sichern und bleibt steuerfrei.
    Der Grundfreibetrag liegt im Jahr 2017 bei 8.820 € und ist demnach 168 € höher als im Vorjahr. Bei Ehepaare und eingetragenen Lebenspartnerschaften verdoppelt sich der Betrag auf 17.640 €.

  • Auch der Kinderfreibetrag ist dieses Jahr wieder gestiegen. Die Erhöhung beträgt 168 €, der neue Freibetrag liegt demnach bei 7.356 € im Jahr 2017. Jeder, der auch Anrecht auf Kindergeld hat, kann diesen bei der Familienkasse beantragen. Der Freibetrag wirkt sich steuermindernd auf die Einkommensteuer aus.
    Das Kindergeld ist um ganze zwei Euro zum neuen Steuerjahr angestiegen. Für das erste und zweite Kind bedeutet das eine Zahlung von 192 € im Monat. Das dritte Kind wird mit 198 € im Monat unterstützt, ab dem vierten Kind unterstützt der Staat die Familie mit 223 € monatlich.
    Geringverdiener
    Geringverdiener bekommen dieses Jahr zusätzlich 10 € mehr Kinderzuschlag. Die 170 € monatliche Unterstützung können bei der örtlichen Familienkasse beantragt werden.

  • Es lohnt sich immer, schon frühzeitig in seine private Altersvorsorge zu investieren. Dies bleibt bis zu einem bestimmten Betrag sogar steuerfrei. Im Jahr 2017 hat sich der Betrag um 600 € auf 23.362 € erhöht.

Steuererlass

  • Es wird immer mehr in den Umweltschutz investiert. Das macht sich auch bei den Steuern bemerkbar. Wer sich heute gegen einen Benzinfresser und für ein umweltschonendes Elektroauto entscheidet, dem wird die Kfz-Steuer erlassen - und das auch noch für die nächsten zehn Jahre.

Pauschale

  • Wenn aus beruflichen Gründen der Wohnort gewechselt wird, können die Umzugskosten als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden. Der Pauschalbetrag liegt seit dem 1. Februar 2017 bei 764 € für Ledige und bei 1.528 € für Ehepaare. 337 € gibt es für jede weitere im Haushalt lebende Person.

  • Für Studierende besonders interessant - der Verlustvortrag. Auch hier gibt es viele Pauschalen, die eingefordert werden können. Bisher lohnt sich ein Verlustvortrag besonders für das Zweitstudium - alle Kosten, die hierfür aufgebracht werden mussten, können als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden. Für das Erststudium gilt dies noch nicht. Ob das rechtswidrig ist, wird momentan vom Bundesverfassungsgericht geprüft. Bezieht man sich auf dieses Verfahren in seinem Verlustvortrag für das Erststudium, wird dies vom Finanzamt eingefroren.
    Sieben Jahre rückwirkend ist das übrigens möglich. Bis zum 31.12.2017 kannst du also noch den Verlustvortrag für 2010 einreichen.
    Übrigens: alle Pauschalen für Studierende sind in unserm Tool schon eingetragen und werden automatisch angerechnet.

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