Welche Versicherungen du absetzen kannst

Mit einer Steuererklärung kannst du viel Geld sparen. Auch viele Ausgaben für Versicherungen kannst du steuerlich geltend machen. Wie viel genau für dich herausspringt, hängt von deinem Einkommen und deinem Steuersatz ab. Wir zeigen dir, was möglich ist.


Generell gilt: Du kannst alle Versicherungen zur Gesundheitsvorsorge, zur Einkommensabsicherung und auch beruflich bedingte Versicherungen geltend machen. Die Versicherungsbeiträge, die du zahlst, reduzieren dein zu versteuerndes Einkommen. Und damit auch die fällige Steuer. Das geht leider nicht bei reinen Sachversicherungen wie zum Beispiel Hausrat-, Fahrradversicherung oder KFZ-Kaskoschutz.

Die wichtigsten Versicherungen, die du absetzen kannst:

  • Basisrente (auch Rürup-Rentenversicherung)
  • Berufshaftpflichtversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Haftpflichtversicherungen (auch Tierhalter-Haftpflichtversicherungen)
  • Kapital-Lebensversicherung
  • Kfz-Versicherung (nicht Teil- oder Vollkaskoschutz)
  • Krankenversicherung
  • Krankenzusatzversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Reisekrankenversicherung
  • Rechtsschutzversicherung
  • Riester-Rente
  • Risikolebensversicherung
  • Unfallversicherung
  • Sterbegeldversicherung

Haftpflichtversicherung

Eine Haftpflichtversicherung ist für jeden wichtig. Mit dieser Versicherung wird sichergestellt, dass eine von dir geschädigte Person finanziell entschädigt wird. Wenn du etwa das Handy deines Freundes fallen lässt und es kaputt geht. Es gibt unterschiedliche Arten der Haftpflichtversicherung: die private Haftpflicht, Kfz- und Tierhalter-Haftpflicht, Bauherren-, Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht sowie Gewässerschaden-, Boots- und Jagdhaftpflicht.

Der Gesetzgeber belohnt deine private Absicherung und du kannst deine Beiträge zu jeder Haftpflichtversicherung für den privaten Lebensbereich in der Steuererklärung als Vorsorgeaufwendungen angeben. Rechne einfach alle Beiträge für die Policen zusammen und trage die Summe beim Vorsorgeaufwand ein.

Reisekrankenversicherung

Wenn du viel unterwegs bist, dann ist eine Reisekrankenversicherung sinnvoll. Auch diese Kosten kannst du als Vorsorgeaufwendungen in der Steuererklärung geltend machen.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine der wichtigsten Versicherungen ist die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Wer nach einem Unfall oder wegen einer Krankheit berufsunfähig wird, steht schnell ohne Einkommen da. Und die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist sehr gering – nur 735 Euro monatlich im Durchschnitt -, außerdem erhält sie nicht jeder. In welcher Höhe du eine Berufsunfähigkeitsversicherung von der Steuer absetzen kannst, hängt davon ab, ob es sich um einen eigenständigen Vertrag handelt oder um eine BU-Zusatzversicherung in Kombination mit einer Rürup-Rente (auch: Basisrente).

  1. Bei der eigenständigen Berufsunfähigkeitsversicherung gilt: die Beiträge, die du von der Steuer absetzen kannst, sind geringer als bei der BU-Zusatzversicherung, da sie zu den “sonstigen Vorsorgeaufwendungen” gezählt werden. Und die “sonstigen Vorsorgeaufwendungen” sind gedeckelt. Der Höchstbetrag liegt für Arbeitnehmer bei 1.900 Euro pro Jahr, für Selbstständige bei 2.400 Euro (Stand 2016). Doch gerade Studenten kommen häufig nicht auf diese Summen. Daher lohnt sich besonders während des Studiums der Abschluss einer BU, denn dann können die Beiträge voll von der Steuer abgesetzt werden. Wenn du unsicher bist, ob du den Höchstbetrag überschreitest, kannst du die Kosten für deine BU einfach in der Steuererklärung angeben. Das Finanzamt kontrolliert dann selbst, ob du den Höchstbetrag erreicht hast oder nicht.

  2. Höhere Steuervorteile erhältst du, wenn du eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung in Ergänzung zu einer Rürup-Rente abgeschlossen hast. Dann machen sich bessere Abzugsmöglichkeiten bemerkbar, die das Alterseinkünftegesetz für private Altersvorsorge vorsieht. Mit diesem Kombivertrag kannst du Beiträge bis zu 22.172 Euro im Jahr als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen. Allerdings muss dein Vertrag einige Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Auszahlung der Leistung als laufende Monatsrente erfolgen muss.

Welche Variante der BU ist für dich die richtige?

Das hängt von deinen Zielen ab. Wenn du dich ausschließlich gegen Berufsunfähigkeit absichern willst, dann empfiehlt sich eine eigenständige BU. Der Vorteil dabei: alle von dir gezahlten Beiträge fließen im Versicherungsfall in deine BU-Rente und die Rente wird vergleichsweise gering besteuert. Wenn du aber gut verdienst und auch für dein Alter vorsorgen möchtest, dann lohnt sich die Kombination aus Rürup-Rente und BU-Zusatzversicherung. Die Steuerersparnis ist während der Einzahlphase höher, dafür werden die Rentenzahlungen allerdings mehr besteuert. Für die meisten Studenten, die in der Regel eher wenig Geld ausgeben können, sind Einsteigertarife in die eigenständige BU-Versicherung eine gute Sache. Da bist du schon ab 20 Euro Monatsbeitrag beim BU-Schutz dabei.

Der wichtigste Tipp bei der Wahl einer passenden BU-Versicherung lautet: Suche dir gute Beratung und prüfe die Angebote genau. Mit dem Versicherungsrechner von Getsurance findest du zahlreiche kundenfreundliche Angebote, darunter viele aktuelle Testsieger.


Ein Gastbeitrag von Getsurance

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