Wann droht das Finanzamt mit einer Steuerschätzung?

Welchen Sinn haben Fristen? Schließlich stößt man in sämtlichen Lebensbereichen auf sie. Die Hausarbeit muss zu einem bestimmten Termin eingereicht werden, das Studium sollte in der Regelstudienzeit hinter sich gebracht worden sein, damit es keine Probleme mit dem Bafög-Amt gibt und auch das Finanzamt legt den Steuerzahlern ein paar Deadlines auf.

Werden diese nicht eingehalten, kann es schnell sehr teuer werden. Klar, mal ist es nicht weiter wild, einen Termin verschwitzen. Wer aber nicht unbedingt mit seinem Geld herumschmeißen möchte, sollte sich zumindest an die Fristen des Finanzamtes halten.

Im schlimmsten Fall droht nämlich eine Steuerschätzung und diese fällt in der Regel negativ für einen aus. Was es damit auf sich hat, bringen wir dir jetzt näher.

Nicht jedem droht eine Steuerschätzung

Wie du vielleicht schon mal mitbekommen hast, ist nicht jeder Bürger dazu verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Jedoch können sich einige nicht davor verstecken. Wer dem Finanzamt Auskunft geben muss, sollte sich auf alle Fälle an die Fristen halten.

Generell sollte der 31. Mai eines jeden Jahres rot im Kalender markiert werden. Pflichtveranlagte müssen bis zu diesem Tag ihre Steuererklärung beim Amt eingereicht haben. Das bedeutet nicht, erst an diesem Tag die Erklärung loszuschicken. Spätestens am 31.05. muss der Wisch eingangen sein.

Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

  • Selbstständige
  • Freiberufler
  • Arbeitnehmer, die Lohn von mehreren Arbeitgebern beziehen
  • Arbeitnehmer mit Freibeträgen, die vom Finanzamt festgesetzt wurden
  • Eheleute mit Steuerklassenkombination 3 und 5

Wann droht eine Steuerschätzung?

Von einer Steuerschätzung wird Gebrauch gemacht, wenn das Finanzamt keine anderen Möglichkeiten hat, die Steuerschuld eines Bürgers festzustellen. Das kann zum Beispiel für einen Selbstständigen zutreffend sein, der einfach keine Steuererklärung eingereicht hat.

Vorab wird jedoch eine Schreiben verschickt, das zur Abgabe erinnert. Erst danach kann der Beamte eine Steuerschätzung vornehmen. Natürlich können auch fehlende Angaben innerhalb der Erklärung zu einer Steuerschätzung führen. Dies geschieht ebenfalls, wenn der Steuerzahler keine Nachweise abgegeben hat, die dringend notwendig zur Berechnung der Steuerschuld sind. Selbstständige sind zudem dazu verpflichtet, über ihre Ausgaben und Einnahmen Buch zu führen. Fehlt eine entsprechende Buchhaltung, droht ebenso eine Steuerschätzung.

Zusammenfassend bedeutet das also, dass ein Finanzamt eine Steuerschätzung vornehmen kann, wenn sich der Steuerpflichtige weigert (aus welchen Gründen auch immer), eine Steuererklärung abzugeben.

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Wie geht das Finanzamt bei einer Steuerschätzung vor?

Um eine möglichst genaue Schätzung vornehmen zu können, greift das Finanzamt auf Informationen der vergangenen Jahre zurück, sofern keine weiteren Angaben vorliegen. Dabei gibt das Gesetz gewisse Höchstmaßstäbe vor. Diese richten sich zum Beispiel nach dem derzeitigen Durchschnittsverdienst einer bestimmten Berufsgruppe.

Bei einer Steuerschätzung ist es nicht erlaubt, willkürliche Zuschläge zu erheben. Nach Erhalt des Steuerbescheids kann der Steuerpflichtige Einspruch einlegen, wobei die Beweispflicht dann beim Steuerzahler liegt.

Zusätzlich zur Steuerschätzung werden Strafzahlungen verhängt

Muss ein Finanzamt eine Steuerschätzung vornehmen, wird zusätzlich noch ein Säumniszuschlag fällig. Wie hoch dieser ausfällt, obliegt ganz allein dem Sachbearbeiter. Drücken einige beim ersten Vergehen noch ein Auge zu, verhängen andere wiederum sofort deftige Strafzahlungen.

Es gibt viele Gründe, eine Steuererklärung rechtzeitig anzufertigen und ans Finanzamt zu schicken.

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