So finanzierst du deine Masterarbeit

Mit der Masterarbeit wartet die letzte große Hürde des Studiums auf dich: Die hat es oft in sich! Meist umfasst eine Masterarbeit rund hundert Seiten und bedeutet eine ganze Menge Arbeit, Ärger, Auf und Abs. Zusätzlichen Stress braucht in der Studienabschlussphase also kein Student. Da gerade das Masterstudium zeitlich sehr eng getaktet ist und der idealtypische Stundenplan kaum Zeit für Freizeit neben dem Studium lässt, entscheiden sich viele Studenten dafür, das Studium nicht in der Regelstudienzeit abzuschließen. Stattdessen hängen sie ein oder zwei Semester an ihr Masterstudium ran.

Für alle Studenten, die finanziell abhängig vom Bafög sind, entstehen so allerdings ganz schnell große finanzielle Probleme: Denn wer über die Regelstudienzeit hinaus studiert, bekommt vom Bafög-Amt in der Regel keine finanzielle Unterstützung mehr. Was also tun? Schließlich muss auch der Studienabschluss finanziert werden. Daneben sollte das Projekt Masterarbeit definitiv nicht zu kurz kommen. Welche Möglichkeiten gibt es also, deine Finanzen bereits vor dem Beginn der Masterarbeit clever zu planen? Wir haben einige Tipps und Tricks für dich, um mit Blick auf deine Finanzen stressfrei durch die Abschlussphase deines Studiums zu kommen.

Die klassische Variante: Der Nebenjob

Ob Kellnern, als Aushilfe jobben, eine Anstellung als studentische Hilfskraft oder auch eine Werkstudentenstelle - fast jeder Student jobbt neben dem Studium, um sich sein Studium zu finanzieren oder die finanzielle Unterstützung durch Eltern oder Bafög aufzustocken. Auch die Vereinbarung von Nebenjob und Masterarbeit kann funktionieren.

So kannst du beispielsweise in den Semesterferien für mehrere Wochen einen Nebenjob ausüben und mit deinem Verdienst bereits für die kommenden Wochen oder sogar Monate vorsorgen. Mit dieser Methode hast du definitiv genügend Zeit für das Schreiben deiner Abschlussarbeit. Andere brauchen die Abwechslung und suchen sich daher einen Job, den sie regelmäßig ausüben: Jede Woche zwei Tage im Büro aushelfen oder jeden Samstagabend in der Bar um die Ecke kellnern. Dabei kommst du definitiv auf andere Gedanken und kannst dir eine kleine Auszeit von deiner Masterarbeit gönnen.

Generell solltest du jedoch immer darauf achten, dass dein Nebenjob nicht zu viel Platz in deinem Terminkalender einnimmt. Die Masterarbeit sollte immer an erster Stelle stehen, schließlich ist sie deine Eintrittskarte ins Berufsleben.

Studienabschlusshilfe vom Bafög-Amt

Sehr viele Studenten beziehen Bafög, schaffen es jedoch nicht, ihr Studium in der Regelstudienzeit zu absolvieren. Meist fällt das Ende des Bewilligungszeitraums mit der Masterarbeit zusammen. Doch gerade in der stressigen Studienabschlussphase kann man finanzielle Sorgen ganz sicher nicht gebrauchen.

Sollte dein Einkommen also trotz Nebenjob nicht ausreichen, bietet das Bafög-Amt dir die Möglichkeit, Studienabschlusshilfe zu beantragen. Sie stellt eine super Möglichkeit dar, um sich ohne finanzielle Sorgen im Hinterkopf der Masterarbeit zu widmen. Die Studienabschlusshilfe endet mit der Abgabe deiner Masterarbeit, wird jedoch höchstens für 12 Monate gewährt. Außerdem ist sie, im Gegensatz zum regulären Bafög, ein Volldarlehen.

Trotzdem: Finanzielle Sorgen sollten dich während des Schreibens deiner Masterarbeit nicht belasten. Die Studienabschlusshilfe stellt somit eine gute Möglichkeit zur Finanzierung deines Studienabschlusses dar, auch wenn du die Regelstudienzeit bereits überschritten hast.

Keine Steuertipps mehr verpassen

Die Masterarbeit im Unternehmen schreiben

Eine weitere Möglichkeit, den Studienabschluss zu finanzieren, ist, die Masterarbeit im Unternehmen zu schreiben. Das lohnt sich sogar gleich in doppelter Hinsicht: Zum einen bekommt man die Möglichkeit, eine praxisnahe Abschlussarbeit zu schreiben, deren Forschungsergebnisse für das Unternehmen von Bedeutung sind und daher umgesetzt werden könnten.

Gleichzeitig kann dir deine Masterarbeit im Unternehmen Türen und Perspektiven öffnen. Außerdem bietet dir diese Option die Möglichkeit, mit dem Schreiben deiner Masterarbeit diese auch gleichzeitig zu finanzieren. Viele Unternehmen zahlen hierfür sogar den Mindestlohn. Häufig schreiben Unternehmen entsprechende Stellen zum Verfassen der Masterarbeit auf ihrer Website aus.

Zudem bietet die Online-Plattform „Die Masterarbeit“ (bzw. „Die Bachelorarbeit“) eine umfangreiche Liste von Themen für Abschlussarbeiten von Unternehmen an. Diese Möglichkeit der Finanzierung deines Studienabschlusses hat den Vorteil, dass du dich voll und ganz auf deine Masterarbeit konzentrieren kannst - und dich zudem noch relativ leicht selbst finanzierst.

Studienkosten per Steuererklärung geltend machen

Seine Abschlussarbeit finanzieren per Steuererklärung? Hört sich vielleicht komisch an - funktioniert aber! Da du dich mit dem Beginn des Masterstudiums in einem Zweitstudium befindest, solltest du in jedem Fall eine Steuererklärung machen.

Als Masterstudent kannst du alle Kosten, die eindeutig im Zusammenhang mit deiner akademischen Ausbildung stehen, als Werbungskosten in voller Höhe von der Steuer absetzen. Zu den Werbungskosten gehören unter anderem Semesterbeiträge oder Studiengebühren, Exkursionen, Ausgaben für Arbeitsmittel oder Fachliteratur oder auch die Fahrtkosten zwischen deiner Wohnung und der Uni oder Bibliothek.

Doch auch Teile der Arbeit an deiner Masterarbeit kannst du von der Steuer absetzen und dir so Geld vom Staat zur Finanzierung deines Studienabschlusses zurückholen, indem du alle mit der Arbeit an der Masterarbeit verbundenen Kosten geltend machst. Beispiele sind Kosten für Literatur, Kosten für Arbeitsmittel oder auch deine Tätigkeit als Werkstudent. Es gibt also eine Menge Möglichkeiten, sich abseits von Bafög und Nebenjob seinen Studienabschluss zu finanzieren.

Weitere Fragen rund um deine Masterarbeit findest du auf www.die-masterarbeit.de/magazin.

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