Weiterbildung: Mit der Bildungsprämie durchstarten

Im Leben lernt man nie aus. Die Aufgaben im Job magst du noch so routiniert ausführen, irgendwann stagniert alles und es kommt vor, dass man sich unausgeglichen fühlt. In solchen Momenten sehnt man sich nach Veränderungen und neuen Horizonten.

Nicht immer gibt es im Beruf die Möglichkeit, sich weiterzubilden. Manchmal fehlen einfach die finanziellen Mittel und manchmal traut sich ein Angestellter einfach nicht, nach einer Fortbildung beim Chef zu fragen. Aber auch Selbstständige kennen vielleicht die Situation. Vor allem am Anfang eines neuen Lebensabschnitts stellen sich viele Fragen.

Heutzutage ist das Angebot an Weiterbildungen derart vielfältig, dass es fast für alle Interessen bestimmte Kurse und Seminare gibt. Wer dafür allerdings kein Geld zur Verfügung hat, kann unter Umständen von der Bildungsprämie profitieren. Mit dieser werden berufsbezogene Weiterbildungen finanziert. Was es damit auf sich hat und wie sie in Anspruch genommen werden kann, erfährst du jetzt.

Förderung für berufsbezogene Weiterbildung

Wer mehrere Jahre bei einem Unternehmen verbringt, möchte sich eventuell auch nach gegebener Zeit fortbilden. Unabhängig vom Arbeitgeber ist es unabdingbar, sich in regelmäßigen Abständen weiterzubilden. Denn wie wir alle wissen, entwickelt sich die Berufswelt in einem rasend schnellen Tempo weiter. Oder hättest du vor 15 Jahren gedacht, dass wir inzwischen alle ein Smartphone in der Hand haben, welches uns den Alltag erleichtert? Das ist nur ein Beispiel von vielen, welches beweist, dass die technische Entwicklung in großen Schritten vorangetrieben wird.

Ähnlich verhält es sich mit unseren Fertigkeiten. Wer sich aktiv selbst weiterbilden möchte, kann von einer Bildungsprämie profitieren. Vor allem im Job kommt es darauf an, jederzeit "up to date" zu sein.

Bildungsprämie seit 2008

Bereits seit 2008 können Interessierte die Bildungsprämie in Anspruch nehmen. Bisher haben dieses Angebot schon ca. 250.000 Menschen wahrgenommen.

Der Bund verfolgt damit das Ziel, vor allem Erwerbstätigen mit geringem Einkommen die Chance zu geben, sich das ganze Arbeiterleben lang fortzubilden. Deutschland fördert insbesondere individuelle berufsbezogene Fortbildungen, die im direkten Zusammenhang mit dem aktuellen Job stehen.

Wer die Förderung nutzen möchte, hat 2 Möglichkeiten zur Auswahl. Zum einen bietet der Staat einen Prämiengutschein an. Zum anderen gibt es Spargutscheine. Beide Varianten können sogar kombiniert werden.

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Wer profitiert von den Bildungsgutscheinen

Bildungsgutscheine können unabhängig vom Arbeitgeber beantragt werden. Ob Weiterbildungen in EDV, Grundbildung oder Sprachen - solange die Fortbildungen berufsbezogen sind, kann ein Bildungsprämiengutschein erteilt werden.

Grundsätzlich können Personen davon profitieren, die:

  • mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten
  • sich in Eltern- oder Pflegezeit befinden
  • maximal 20.000 Euro zu versteuerndes Einkommen beziehen

Pro Jahr kann lediglich 1 Prämiengutschein in Anspruch genommen werden. Von einem Spargutschein kann Gebrauch gemacht werden, sofern jemand über ein gefördertes Ansparguthaben nach dem Vermögensbildungsgesetz verfügt.

Wie beantrage ich die Bildungsprämie?

Interessierte können einen Prämien- oder Spargtuschein in einer von rund 530 Beratungsstellen erhalten. Wie eine bestimmte Weiterbildung gefördert werden kann, wird in einem Gespräch mit dem zuständigen Berater geklärt.

Für ein Beratungsgespräch ist ein Termin notwendig. Zu diesem sind folgende Unterlagen mitzubringen:

  • Personalausweis
  • Beschäftigungsnachweis
  • Einkommensteuerbescheid

Anschließend wird der Prämien- bzw. Spargutschein ausgehändigt.

Auf http://www.bildungspraemie.info/de/beratungsstelle-suchen-25.php kann ein Termin vereinbart werden.

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