Pünktlich zum Wintersemester: Das sind die beliebtesten Studiengänge

Immer mehr Abiturienten entscheiden sich nach der Schule nicht für eine duale Ausbildung, sondern gehen lieber an die Universität oder besuchen eine vergleichbare Bildungseinrichtung. Bis heute hält sich hartnäckig die These, dass Akademiker später einen sichereren Job mit mehr Perspektive haben als Azubis.

Natürlich sind auch die Verdienstmöglichkeiten wesentlicher Bestandteil bei der Entscheidungsfindung. Ohne Zweifel verdient ein Zahnarzt mehr als ein Rezeptionist und ein Ingenieur wird am Ende des Monats wohl mehr Geld beiseite legen können als ein Maurer.

Es gibt aber noch zahlreiche andere Gründe, die eher für ein Studium sprechen. Was auch immer die Motivation der jungen Generation ist, eines steht auf jeden Fall fest: Jedes Jahr gibt es bei der Studiengangswahl klare Favoriten. Allerdings sind Unterschiede zwischen Frauen und Männern auszumachen. Welche Studienfächer die Geschlechter bevorzugen, hat das Studienbewertungsportal StudyCheck herausgefunden.

Die beliebtesten Studiengänge bei Frauen

  1. BWL
  2. Germanistik
  3. Medizin
  4. Rechtswissenschaften
  5. Pädagogik
  6. Anglistik
  7. Biologie
  8. Wirtschaftswissenschaften
  9. Psychologie
  10. Mathematik

Die beliebtesten Studiengänge bei Männern

  1. BWL
  2. Maschinenbau
  3. Informatik
  4. Elektrotechnik
  5. Rechtswissenschaften
  6. Wirtschaftsingenieurwesen
  7. Wirtschaftswissenschaften
  8. Medizin
  9. Wirtschaftsinformatik
  10. Physik

Kurzinfo zu den beliebtesten Studiengängen

Betriebswirtschaftslehre

  • Inhalte: Grundlagenkenntnisse und allgemeine Managementfähigkeiten; Personalführungskompetenz; Mathematik; zum Teil auch Fremdsprachen; Marketing; Controlling; Personalmanagement
  • 78 Prozent aller Absolventen finden auf Anhieb einen Job
  • Einsteiger verdienen etwa 3.800 Euro brutto im Monat
  • mit Master bis zu 7.000 Euro im Monat
  • Frauen verdienen im Schnitt 1.000 Euro weniger

Germanistik

  • Inhalte: Neuere Deutsche Literatur; Ältere Deutsche Literatur; Linguistik
  • im Fokus stehen: Analyse von Texten und Sprachphänomenen
  • keine spezielle Ausbildung für einen festgelegten Beruf
  • mögliche Berufsfelder: Lektor, Journalist, Redakteur, Berater, Texter etc.
  • 75 Prozent der Studenten sind weiblich
  • mehrere Praktika sind von Nöten
  • Einstiegsgehalt liegt bei ca. 2.200 Euro monatlich

Maschinenbau

  • Inhalte: technische Grundlagen; Mathematik; Physik; Informatik; Chemie; Betriebswirtschaftslehre; Informatik und Grundlagenwissen im Bereich der Konstruktion
  • sehr gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt nach dem Studium
  • Einstiegsgehalt liegt als Absolvent bei ca. 3.000 bis 3.700 Euro brutto im Monat
  • mögliche Beschäftigungsfelder: Luft- und Raumfahrttechnik, Anlagen- und Maschinenbau, Fahrzeugbau etc.
  • 2013 waren ca. 45.000 Studenten männlich

Medizin

  • Inhalte: Anatomie, Biochemie, Physiologie, Psychologie
  • mögliche Beschäftigungsfelder: Chirurgie, Pharmakologie, Neurologie, Allgemeinmedizin etc.
  • auf 9.000 Studienplätze kommen bis zu 50.000 Bewerber
  • Studium gehört zu den anspruchsvollsten überhaupt
  • Studiendauer durchschnittlich 6 Jahre
  • beste Berufsaussichten
  • Einstiegsgehalt als Arzt liegt bei ca. 4.000 Euro brutto im Monat
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Rechtswissenschaften

  • Inhalte: Strafrecht, Zivilrecht, Öffentliches Recht etc.
  • gehört zu den arbeitsintensivsten Studiengängen
  • sehr theorielastiges Studium
  • Bachelor allein reicht nicht aus, um als Anwalt, Notar oder Richter zu arbeiten
  • Abschlussnote ist von besonderer Bedeutung
  • nur die Besten haben die Möglichkeit, in den Staatsdienst zu gelangen
  • auf 25.000 freie Stellen kommen 150.000 Bewerber
  • Gehälter von bis zu 8.800 Euro sind möglich
  • in einer Kanzlei liegt das Einstiegsgehalt bei etwa 2.500 Euro brutto im Monat

Wirtschaftsingenieurwesen

  • interdisziplinär veranlagtes Studium
  • technische und betriebswirtschaftliche Kenntnisse werden vermittelt
  • später arbeiten Wirtschaftsingenieure als Projektleiter und Produktionsleiter
  • weitere Berufsfelder: Controlling, Marketing, Logistik, Vertrieb etc.
  • Einstiegsgehalt liegt bei ca. 3.800 Euro brutto monatlich

Pädagogik

  • Pädagogen werden auch als Erziehungs- und Bildungswissenschaftler bezeichnet
  • wichtige Inhalte sind Bildung, Erziehung, Kommunikation und Didaktik
  • mögliche Berufsfelder: Erwachsenenbildung, Kindergärten, Familienberatung, Justizvollzugsanstalten
  • viele freie Stellen sind nur Teilzeitstellen und befristet
  • Jobsuche gestaltet sich häufig als schwierig
  • Durchschnittsverdienst liegt monatlich bei ca. 2.400 Euro brutto

Elektrotechnik

  • 24.000 männliche und etwa 3.400 weibliche Studenten
  • zu den Studieninhalten gehören Gebiete wie Technik, Physik, Mathematik
  • Arbeitsmarktsituation sieht hervorragend aus
  • mögliche Tätigkeitsbereiche sind: Energieversorgung, Telekommunikation, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie
  • Einstiegsgehalt liegt bei ca. 3.600 Euro brutto im Monat

Anglistik

  • Themenschwerpunkte sind englische Sprache und englische Kultur
  • Analyse von englischsprachigen Texten und deren Grammatik
  • während des Studiums ist es sinnvoll, Zusatzqualifikationen zu erwerben
  • mehrere Praktika sind Pflicht
  • mögliche Tätigkeitsfelder: Journalismus, Erwachsenenbildung, Eventmanagement, Lehramt etc.
  • auch hier offenbart sich die Jobsuche häufig als problematisch
  • nur 40 Prozent der Absolventen finden innerhalb eines Jahres eine Festanstellung
  • Einstiegsgehalt liegt derzeit bei ca. 2.480 Euro brutto im Monat

Wirtschaftswissenschaften

  • Lehrinhalte sind vor allem Wissensvermittlung aus der BWL und VWL
  • Jobperspektiven sind nach dem Studium sehr vielseitig
  • generalistische Ausbildung ist kennzeichnend für Wirtschaftswissenschaften
  • deutlich mehr Männer als Frauen entscheiden sich für diesen Studiengang
  • Eintiegsgehalt liegt bei ca. 3.350 Euro brutto monatlich
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