Spartipps während des Studiums

Monatliche Miete, Krankenversicherungsbeitrag, Lebensmittelkosten und natürlich nicht zu vergessen: Der zu bezahlende Semesterbeitrag, welcher das Konto der armen Studierenden jedes Semester aufs Neue belastet. Extra Ausgaben für Freizeitaktivitäten oder womöglich Urlaube während der vorlesungsfreien Zeiten? Das können sich wohl die wenigstens leisten. Den Lebensstandard während des Studiums zu bewahren, ist nicht immer einfach. Wir haben einige Tipps zusammengestellt, mit denen Studenten jeden Monat einige Euros sparen können.

Lebensmittelausgaben

Der wöchentliche Speiseplan besticht nicht gerade durch Abwechslungsreichtum: Nudeln mit Tomatensoße/Pesto/Rührei/Käse sind das wahrscheinlich beliebteste Essen der 18- bis 28-Jährigen hierzulande. Hauptursache dafür? Ein knappes monatliches Budget (in einigen Fällen jedoch auch fehlende Kochkünste). Insbesondere bei kulinarischen Genüssen und Ernährung sollten jedoch keine Abstriche gemacht werden, denn obwohl Pasta einfach und schnell zubereitet ist, bietet es kaum die notwendigen Nährstoffe, um tagtäglich verzehrt zu werden. Stattdessen ist das wöchentliche Vorkochen von Mahlzeiten (als Anglizismus auch „Mealprepping“ genannt) eine kostengünstige, schnelle und nahrhafte Variante des Kochens. Das Prinzip des Vorkochens ist recht einfach umzusetzen, indem man an einem freien Tag eine größere Menge der gleichen Mahlzeit zubereitet und diese in Plastikbehältern im Kühlschrank für die folgenden Tage frisch hält. Diese können dann Tag für Tag wieder aufgewärmt werden. Dadurch spart man nicht nur einige Ausgaben an Lebensmitteln, sondern ernährt sich auch bestenfalls gesünder als durch die tägliche Portion Pasta oder womöglich die fettige Pizza vom Lieferservice.

Bücher = Notwendige Geldfressmaschine?

Sprengen die Kosten für Lehrbücher jedes Semester dein monatliches Budget? Auch dafür gibt es einige Tipps und Tricks, die die Ausgaben für die meist obligatorischen Bücher um ein Vielfaches verringern können. Eine Möglichkeit dies zu tun, ist beispielsweise, sich mit gebrauchten Büchern auszustatten, anstatt sich die teuren neuen Schinken zu kaufen. Oft kann man gebrauchte Bücher im Internet finden oder auf Facebookseiten der Uni, wo Studierende älterer Semester ihre Bücher anbieten. Fordert der Professor eine neuere Auflage des Buches? Hier lohnt es sich trotzdem, ein gebrauchtes Buch zu kaufen, da der Inhalt zwischen neuer und alter Auflage sich (meistens) kaum unterscheidet. Sollte dies doch der Fall sein, besteht alternativ die Möglichkeit, sich mit anderen Kommilitonen ein Buch zu teilen und/oder sich Kopien davon zu machen. Das lange Stehen am Kopierer lohnt sich!

Noch ein Tipp: Vor dem Kaufen eines gebundenen Buches in Papierform empfiehlt es sich, das Internet nach einer digitalen Version zu durchforsten! Heutzutage gibt es bereits viele Bücher im PDF-Format zum kostenlosen Download.

Keine Steuertipps mehr verpassen

Nebenkosten verringern

Obwohl der Großteil deutscher Studierender in WGs wohnt und dadurch Miete und Nebenkosten mit Mitbewohnern teilt, ist die Last der monatlichen Miete für viele doch sehr groß. Abhilfe schaffen kann in diesem Fall die Verringerung der Nebenkosten, wie Ausgaben für Gas und Strom. Durch eine aufmerksame und energiesparende Lebensweise kann der ein oder andere Euro im Monat zur Seite gelegt werden, jedoch kann ein regelmäßiger Strompreisvergleich mit anschließendem Anbieterwechsel ausschlaggebend sein. Kostenlose Vergleichsportale im Internet machen den Vergleich von Energieanbietern zu einem wahren Kinderspiel mit unglaublichem Sparpotenzial. Beispielsweise berichtet Stiftung Warentest, dass Haushalte mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 20.000 kWh (ca. 160 m²-Wohnung) durch einen Gasanbieterwechsel bis zu 755 € einsparen können! Aber auch ein Wechsel des Stromanbieters kann sich ungemein lohnen. Je nach Region ist es zum Beispiel möglich, bei einem 3-Personen-Haushalt durch einen Anbieterwechsel 380 € im Jahr einzusparen. Entgegen der Annahme, dass das Prozedere nervenaufreibend ist, ist ein Strompreisvergleich mit nur wenig Zeitaufwand verbunden, da der Vergleich und Wechsel innerhalb weniger Minuten durchgeführt und auch die Kündigung des vorigen Anbieters automatisch vollzogen werden kann.

Leben zum Aktionspreis

Insbesondere in Studentenstädten gibt es Studentendiscounts und –rabatte zuhauf. Durch das Vorweisen eines Studierendenausweises gibt es oft die Möglichkeit, Vergünstigungen bei Friseur-, Museums- und Kinobesuchen zu bekommen. Auch wenn diese Rabatte nur wenige Euros ausmachen, läppern sich diese kleinen Beträge nach einiger Zeit. Denn: Kleinvieh macht auch Mist! Des Weiteren kann bei der Auswahl einer Krankenversicherung oder eines Mobilfunktarifs nach einem speziellen vergünstigten Studententarif gefragt werden, welchen die größeren Unternehmen oft anbieten. Sogar bei noch größeren Anschaffungen oder Aktivitäten kann dein Studentenstatus dir einen preislichen Vorteil verschaffen: Mit einem internationalen Studierendenausweis (ISIC) gibt es die Möglichkeit, Flüge oder Hotels auf Reisen zu einem vergünstigten Preis zu buchen und auch bei Reisen vor Ort Rabatte bei allerlei Aktivitäten sowie öffentlichen Transportmitteln zu erhalten.

Auf Discounterartikel zurückgreifen, Bücher leihen oder kopieren, vorkochen, statt auswärts essen - es gibt viele Wege, um die finanzielle Situation zu entspannen, insbesondere, wenn das Einkommen begrenzt ist, wie es oft der Fall bei Studierenden ist. Mit kleinen Veränderungen sowie erhöhter Aufmerksamkeit bezüglich des eigenen Konsumverhaltens können so einige Euros eingespart werden, was das Studentenleben umso einiges erleichtern dürfte.

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